23.01.2018
„Konsens“ – Premiere im Schauspielhaus

„#meetoo“, seelische Kälte und die Unfähigkeit zu kommunizieren: „Konsens“ Premiere im D´Haus

Konsens oder eben nicht, Kommunikation als Verständigung oder eben nicht: Autorin Nina Raine hat Gerichtsprozesse in England besucht und sich die Argumentationen der Anwälte in Vergewaltigungsprozessen ebenso wie der eingeschüchterten weiblichen Opfer genau angesehen. Da steht noch heute die Alltagssprache der Opfer und Zeugen gegen mehr oder weniger geschliffene juristische Formulierungen der Anwälte – mit Betonung auf juristisch. In „Konsens“ sind die Anwälte selbstgefällig, blasiert, doch das ist nur ein Aspekt der deutschsprachigen Uraufführung von Nina Raines „Konsens“ am Schauspielhaus.
18.01.2018
SPD Düsseldorf gegen Groko

Keine Groko für SPD Düsseldorf, Beschluss im Wortlaut

Die Düsseldorfer SPD hat am Mittwochabend mit großer Mehrheit gegen eine Große Koalition (GroKo) gestimmt. Im Unterbezirksausschusses, dem höchsten Gremium des Unterbezirks zwischen den Parteitagen, bestehend aus Vertretern aller Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften, wurde das Sondierungspapier und die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit CDU/ CSU diskutiert und mit 35 zu 5 Stimmen (1 Enthaltung) abgelehnt. NDOZ.de dokumentiert den kompletten Beschluss der Düsseldorfer SPD.
12.01.2018
Metrobusse der Rheinbahn starten – mit Kommentar

Metrobusse sollen jetzt ÖPNV beschleunigen – CDU-Kritik neben der Spur

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) der Stadt jetzt grünes Licht für den Start der Metrobusse gegeben. Die Landeshauptstadt Düsseldorf bekommt drei Metrobus-Linien, die für kürzere Fahrzeiten zwischen Hauptknotenpunkten sorgen und schnelle direkte Verbindungen und Anschlüsse an die Stadt- und Straßenbahnen schaffen sollen. Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP begrüßen selbstredend diese Einrichtung. Die CDU, unter deren Stadtspitze jahrelang ein schnellerer ÖPNV gebremst wurde, moniert dagegen jetzt, „die Stadt [muss] in der Verkehrswende mehr Gas geben. Ob Metrobusse, der Busverkehr aus dem Düsseldorfer Osten zum Flughafen oder Radwege: Die Verwaltung muss ÖPNV und Radfahren noch attraktiver machen...“
07.01.2018
Wie die Stadt sich verändert: OB Geisel stellte Projekte vor

Schulen, Bäder, Wohnungsbau im Süden: Wie die Stadt sich 2018 verändert – OB Geisel stellte Projekte vor

Was sich in der Stadt verändert in diesem Jahr , stellte OB Thomas Geisel (SPD) jetzt im „Café Velo“ vor. Zu den großen Projekten gehören neben dem Wohnungsbau im Süden (Benrath, Paulsmühle) auch der Neubau des Allwetterbads in Flingern und das Bad in Oberkassel, vor allem die Millionenprojekte der Schulneu- und Erweiterungsbauten. Bis 2020 wird die Stadt rund 700 Millionen Euro in Schulbauten investieren und damit auch in diesem Bereich den Investitionsstau aus den Jahren vor 2014 beseitigen. Große Veränderungen beginnen auch am Hauptbahnhof und in den Straßen rundum, das sogenannte „Ekiso“.
22.12.2017
Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

AKTUELL: Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

Die Arbeitsplätze für 70 ehemalige Mitarbieter_innen der Reinigungsfirma Klüh am Flughafen sind gesichert. Das teilte soeben die Gewerkschaft IG Bau und der DGB Düsseldorf mit.
14.06.2017
Grand Départ : 3. Rheinbahnbus und Sponsorengelder

Grand Départ: 3. Tour-Bus der Rheinbahn - Einnahmen steigen auf über 7,9 Millionen

Jetzt wurde der nun 3. Rheinbahn-Bus zum Start der Tour de France von Oberbürgermeister Thomas Geisel und Rheinbahn-Vorstandssprecher Michael Clausecker sowie den neuen Unterstützern präsentiert. Auch dieses Mal haben sich Premium-Sponsoren mit einem Werk von Andreas Gursky und Team Düsseldorf 2017-Partner einen Platz auf einem Bus gesichert. Zusätzlich überreichte Oberbürgermeister Thomas Geisel jedem Unterstützer sein individualisiertes und gerahmtes Radtrikot.
01.06.2017
Sonntagsöffnungen: Verwaltungsgericht sagt Nein

Sonntagsöffnungen Teil 3: Verwaltungsgericht sagt Nein – Kommentar und Bericht

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Sonntagsöffnung in Bilk / Unterbilk am 11. Juni untersagt. Damit hat die Gewerkschaft Verdi sich mit der dritte Klag gegen Sonntagsöffnungen durchgesetzt. NDOZ veröffentlicht die Meldungen des Verwaltungsgerichts und Verdi und kommentiert.
23.01.2018
Nathan to go in der Bunkerkirche Heerdt

„Nathan to go“ in drei Kirchen : Moderne Mahnung zur Toleranz

Nathan der Weise, Lessings Theaterstück der Aufklärung, das Toleranz einfordert, kommt in dieser mobilen Aufführung als „Nathan to go“ in eine Zeit der Furcht vor dem Fremden, vor allem den Muslimen. Es ist eine Inszenierung, die an mehreren Orten in der Stadt aufgeführt werden kann. Die ersten drei Premieren kommen in drei Stätten der Religionen auf die mobile Bühne: Bei der jüdischen Gemeinde, den Muslimen, und der koptischen Christen in der Bunkerkirche in Heerdt. Ein Inszenierung, die aktueller kaum sein kann, und die hoffentlich lange in die Stadt an verschiedenen Orten hineinwirkt.
21.12.2017
Max-Stern-Ausstellung kommt doch noch

Max-Stern-Ausstellung nun doch im Stadtmuseum

Die FAZ schrieb am 11. Dezember von einem „informationspolitischen Fiasko“ und darüber, dass man der Stadtspitze „Fürsorge gegenüber ihren Mitarbeitern zugutehalten“ könne: Die ursprüngliche Absage der Ausstellung des Kunsthändlers Max Stern, der vor den Nazis fliehen musste, hatte internationale Aufmerksamkeit erregt. Nun soll die Ausstellung doch noch „in ergänzter und überarbeiteter Form zu einem späteren Zeitpunkt im Stadtmuseum gezeigt werden. Für die Ausstellung soll eine Co-Kuratorin beziehungsweise ein Co-Kurator gewonnen sowie ein wissenschaftlicher Beirat eingerichtet werden“, so die Mitteilung der Stadt am gestrigen späten Nachmittag.
12.11.2017
Die Dreigroschenoper – Premiere im Schauspielhaus

Dreigroschenoper – SchauspielerInnen gelingt Brecht am 11.11. im Schauspielhaus

Diskutieren könnten wir, ob ein deutlicher Bezug zu aktuellen Themen (Panama- und Paradise Papers, Automobil-Skandal) brechtisch im Sinne von epischem Theater bei dieser Dreigroschenoper möglich wäre. So diskutierten auch Zuschauer in der Pause des 3 ¼ -Stunden-Aufführung. Es ist aber doch eine mitreißende Inszenierung mit gelung punkig-altertümlichen Kostümen, und mit wunderbar agierenden Schauspieler_Innen. Allen voran Lou Strenger als Polly Peachum, Claudia Hübbecker als Frau Peachum, einer dieses Mal komödiantischen Tabea Bettin, und einer beeindruckend guten „Moritat von Meckie Messer“ durch Cennet Rüya Voß zu Beginn. Ach, eigentlich waren alle wirklich gut, und das kleine Orchester begeistert mit Weills Musik. Dass der kölsche Dialekt irgendwann plötzlich über die Bühne kommt, ist ja irgendwie auch Brecht: Dialekt ist durchaus eine Form der Verfremdung im brechtschen epischen Theaters. Vielleicht war es aber auch nur dem Datum 11.11. („Hoppediz Erwachen“) geschuldet bei der Premiere.